Partizipation – Kinderbeschwerdemangement – Schutzkonzepte

Praxisnahe Partizipationskonzepte bei dezentralen Jugendhilfeträgern sind derzeitig Mangelware.
Partizipationsansätze wie z.B.  Kinderrat und Kinderkonferenzen funktionieren eher, aufgrund der zentralen Strukturen, bei Trägern mit einem Heimgelände oder zumindest mit regionalen Strukturen.
Dezentrale Träger wie tibb / igel-häuser können hierbei nicht auf herkömmliche Ansätze zurückgreifen. Auch gemeinsame Veranstaltungen zum Thema Partizipation können nur nachrangig unserer Trägerstruktur gerecht werden.
Daher vertreten wir einen sogenannten

praxisnah-, lebenswelt- und sozialraumorientierten Partizipationsansatz.

Im Mittelpunkt von tibb stehen Kinder und Jugendliche, die weitgehend in Pflegefamilien und familienanalogen sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften / igel-häusern leben und wohnen.
Sozialraumorientierte Partizipation bedeutet hier, dass die soziale Teilhabe, die Rechte von Kindern etc. unmittelbar im Lebensraum unserer Kinder und Jugendlichen altersgemäß umgesetzt und gestärkt werden müssen.
Lebensweltorientierte Partizipation bedeutet, die eigene Biografie von Kindern und Jugendlichen zu respektieren und die eigenen Wurzeln der Ursprungsfamilie zu beachten .
Praxisnahe Partizipation bedeutet dabei  kreative Methoden zu entwickeln um einen altersgemäßen Umgang mit dem Thema zu gewährleisten.
Partizipation beschreibt einen lebenslangen Prozess, nicht ein starres künstliches Konzept.

Zum Partizipationsansatz gehört auch ein praxisnahes altersentsprechendes Kinderbeschwerdemanagement, das zum einen von der Trägerseite aus etabliert werden muss und zum anderen auch den Kindern und Jugendlichen den Weg ebnen soll, sich externe erwachsenen Vertrauenspersonen aus ihrem Sozialraum aussuchen zu dürfen. Zusätzlich werden offizielle Stellen, wie das Kindernottelefon und die Ombudschaft benannt und den Zugang für die Kinder und Jugendlichen erklärt. Eine Schlüsselposition bzgl. der Kinderrechte nehmen bei uns auch Vormünder und / oder Mitarbeiter von Jugendämtern ein, weil sie für die Kinder und Jugendlichen zuständig sind und meistens auch den Lebensraum von unseren Kindern und Jugendlichen kennen.

Ein entsprechendes Krisenmanagement seitens des Trägers, wie auch der igel-häuser, sowie zukünftig stärker entwickelte Schutzkonzepte in Zusammenarbeit mit dem VPK runden das Dreieck sinnvoll ab.

confugium

tibb peta hof

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