confugium

tibb peta hof

Klaus Münstermann Verlag

pdfIntensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato

Leistungsangebot und -beschreibung als PDF-Datei.


Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato

Leistungsangebot nach § 78b Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII

Träger:

tibb Kinder- und Jugendhilfe
Münstermann GbR

Name der Einrichtung:

igel-häuser

Verwaltung:

Osnabrücker Straße 125, 49477 Ibbenbüren
Telefon: 05451/89408-0
Telefax: 05451/89408-200

Kurzbeschreibung der Gesamteinrichtung

1. Stammdaten

igel-Häuser

Selhofer Weg 58, 49324 Melle

05451/89408-0

05451/89408-200

info@igel-haeuser.de

www.igel-haeuser.de

2. Benennung aller Leistungsangebote im Rahmen der Jugendhilfe, jeweils mit Bezeichnung/Name des Angebotes

  • Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft camino
  • Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato
  • Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft lux
  • Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft nido

3. Organigramm

4. Grundsätzliches Selbstverständnis/Leitbild der Gesamteinrichtung

Ein „igel-haus“ ist gerade in der kalten Jahreszeit ein warmes Zuhause für die stacheligen Gäste in unseren Gärten. Es bietet Ruhe für den Winterschlaf und schützt den Igel vor Wind und Wetter.

Auch unsere igel-häuser bieten Schutzraum, allerdings nicht für Igel, sondern für Kinder- und Jugendliche, die aufgrund komplexer Problemlagen intensive Zuwendung in einem einem entwicklungsfördernden Lebensumfeld außerhalb der Familie benötigen. „i-ge-l“ das steht für intensiv gemeinsam leben, wobei sich jedes Mitglied einer Lebensgemeinschaft bzw. Wohngruppe auch mal zurückziehen kann. Gerade für traumatisierte Kinder ist es wichtig, sich gegenüber der Außenwelt zu schützen. Deshalb ist es für unsere Kinder in igel-häusern wichtig, die eigenen Stachel „ausfahren“ zu dürfen.

Dieses Angebot richtet sich an Kinder- und Jugendliche, die mit dem intensiven eindeutig familiären Beziehungsangebot in einer Erziehungsstelle noch überfordert sind, aber dennoch von einer kleinen Gruppengröße und festen Bezugspersonen profitieren können.

Die igel-häuser sind ein Angebot der stationären Erziehungshilfe in der privaten Trägerschaft von Prof. Dr. Klaus Münstermann in Form von Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaften und Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften nach § 34, § 35a und § 41 SGB VIII.

Jedem igel-haus liegt ein individuelles Leistungsangebot zu Grunde. Sie unterscheiden sich in der fachlichen Ausrichtung und den methodischen Grundlagen, die sich an der jeweiligen Zielgruppe orientieren. Allen gemeinsam ist das Ziel, den Kindern und Jugendlichen in der Bewältigung ihrer speziellen Entwicklungsaufgaben und dem damit verbundenen Selbstfindungsprozess größtmögliche pädagogische und therapeutische Unterstützung zu bieten. So können sich die eigenen Bewältigungspotentiale entfalten.

Folgende Leitbilder dienen dem Zusammenleben und der pädagogischen Arbeit als Grundlage:

  • Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen bestimmen das Miteinander in unserer Einrichtung. In allem, was wir tun, zeigen wir Bereitschaft zum eigenverantwortlichen und selbstreflektierten Handeln
  • grundsätzliche Akzeptanz und Wertschätzung eines jeden Menschen
  • Annahme des Kindes mit seiner persönlichen Biographie
  • grundsätzliche Wertschätzung gegenüber der Herkunftsfamilie
  • Bereitstellung eines Lebensraumes, der sich auch bzw. vor allem in schwierigen Lebenssituationen an den individuellen Bedürfnissen der Kinder orientiert
  • Ermunterung zu einer lebensbejahenden Einstellung und Lebensfreude
  • Ermöglichung eines erfüllten und selbstbestimmten Lebens
  • Versicherung gegenüber dem Kind, dass seine Reaktionen begreiflich, psycho-physiologisch und reversibel sind und nicht Indikatoren für unzureichende Wirklichkeitsüberprüfung und weiter bestehender Psychopathologie („Normale Reaktion auf unnormale Situation“!)
  • Initiieren von Korrektur traumabezogener Erwartungen bereits in der Aufnahmephase („Warum bin ich hier?“, „Welchen Sinn hat die Trennung von Zuhause?“, „Was möchte ich für mein Leben?“, „Wie kann ich hier profitieren und welche Ziele habe ich für die Zeit der Jugendhilfe?“, „Welche Regeln, Partizipation usw. gibt es hier?“)
  • liebevolle Annahme seitens der Erziehenden und ein durch freudiges Erleben gekennzeichnetes Miteinander
  • verstehendes und authentisches Verhalten der erziehenden Fachkräfte
  • respektvolle Haltung gegenüber Natur und Umwelt und der darin lebenden Menschen und Tiere
  • Unterstützung des Kindes bei seiner religiösen Orientierung
  • Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in Bezug auf die Problematik der Schutzbefohlenen durch in- und externe Fortbildungen sowie Studium der Fachliteratur

I. Benennung und Beschreibung des einzelnen Leistungsangebotes

1.    Name des Angebotes

Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato

Der Name „legato“ (ital.: gebunden) ist in der Musik das berührende Ablösen des einen Tones von einem anderen.
Die Mitarbeiter der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft legato schaffen für Kinder und Jugendliche einen schützenden und verlässlichen Lebensort, ein therapeutisches Milieu, indem durch konstante und stabile Beziehungsangebote korrigierende Bindungserfahrungen ermöglicht werden. Durch Methoden der Traumapädagogik kann in diesem Rahmen individuell für das einzelne Kind / den einzelnen Jugendlichen eine Stabilisierung und Ressourcenbildung nach traumatischen Erfahrungen stattfinden.

2.    Standort des Angebotes

X stellt sich heute als eine moderne, familienfreundliche Kleinstadt mit ausgereifter Infrastruktur, einem neuzeitlichen Schulsystem und einem umfangreichen Angebot im gesundheitlichen, sportlichen und kulturellen Bereich dar. Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und darüber hinaus die landschaftlich reizvolle Lage bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Kindergärten, Grund-, Integrierte Gesamt- und Oberschulen sowie ein Gymnasium befinden sich in X und sind schnell zu erreichen. Daneben befinden sich in X Förderschulen für die Bereiche Lernen, Geistige Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache. Sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit machen wir mit der Freien Waldorfschule X.

In X befinden sich Fachärzte, Therapeuten und ein Klinikum mit unterschiedlichen Fachabteilungen und einer Notfallambulanz.

X verfügt über einen Bahnhof. Die nächstgrößeren Städte X und X sind in ca. 20 Autominuten erreichbar.

Der Ortsteil X liegt ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt und hat einen ländlichen und kinderfreundlichen Siedlungscharakter, schön gelegen zwischen Waldstücken, Wiesen und Feldern. Es besteht eine gute Busanbindung und ein voll ausgebautes Netz an Radwegen zur Innenstadt.

 

3.    Rechtsgrundlage für die Aufnahme nach SGB VIII

Rechtsgrundlage für die Aufnahme der Kinder ist in der Regel § 34 SGB VIII.
Bei Veränderung nach § 35a oder § 41 SGB VIII erfolgt die Anpassung der Betriebserlaubnis.

4.    Personenkreis/Zielgruppe

Alter
Das Aufnahmealter liegt in der Regel zwischen 6 und 12 Jahren.

Geschlecht
Die Aufnahme ist geschlechtsunabhängig.

Aufnahme- und Ausschlusskriterien

Wir befassen uns grundsätzlich mit jeder Anfrage und achten auf eine mögliche Passung der Kinder. Das Einverständnis und der Kooperationswille der Eltern ist erwünscht, jedoch nicht Voraussetzung.

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem individuellen Entwicklungsprozess und den erreichbaren Erziehungszielen des Kindes. Die IPL legato ist auf Grund des eventuell jungen Aufnahmealters darauf ausgelegt eine mehrjährige Aufenthaltsdauer zu ermöglichen.

Die intensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato ist nicht geeignet für Kinder
mit extremer körperlicher und geistiger Behinderung; die das  Leib und Leben der in der Lebensgemeinschaft wohnenden Kinder und Erwachsenen akut gefährden.

Einzugsbereich ist das gesamte Bundesgebiet, insbesondere Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Benennung der Zielgruppe
Das Angebot der IPL legato eignet sich insbesondere für Kinder mit

  • frühkindlicher Traumatisierung
  • schwerer Bindungsstörungen
  • div. Verhaltensauffälligkeiten

Entwicklungsverzögerung und –beeinträchtigung

bedingt durch z.B.

  • physische, psychische und emotionale Verwahrlosung und Vernachlässigung
  • Deprivation (z. B. bei Kindern psychisch kranker Eltern)
  • physische und psychische Gewalterfahrung
  • sexueller Missbrauch
5.    Platzzahl des gesamten Angebotes mit Trennung nach den Gruppen eines Leistungsangebotes

Die Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft legato verfügt über 3 Plätze.

6.    Allgemeine mit der Leistung verbundene Ziele

Leitziele gemäß SGB VIII

  • Angebot einer auf längere Zeit angelegten Lebensform ggf. bis zur Verselbstständigung bzw. Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder dem Anschluss einer weiterführenden Hilfemaßnahme. Die Verselbstständigung wird von den MitarbeiterInnen der IPL legato vorbereitet und eingeleitet. Den Jugendlichen werden alle wichtigen alltagspraktischen Grundlagen (wie z. B. Haushaltsführung, Umgang mit Geld, selbstständige Durchführung von Behördengängen) vermittelt. Die MitarbeiterInnen unterstützen die Jugendlichen darüber hinaus bei der Wohnraum- und Arbeitsplatzsuche, um sie mit Vollendung des 18. Lebensjahres, in Einzelfällen auch darüber hinaus, in die Verselbstständigung zu entlassen.

Leitziele bezogen auf die Zielgruppe

  • Schutz vor erneuter Traumatisierung
  • Abbau von Hemmungen, Ängsten, Aggressionen und sonstiger Verhaltensauffälligkeiten
  • Bewältigung bzw. angemessener Umgang mit traumatischen Erfahrungen und damit verbundener Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schaffung entwicklungsfördernder Bedingungen, Minderung psychosozialer Belastungen, Förderung des Wohlbefindens
  • Entwicklung und Förderung von konstruktivem (Konflikt-) Verhalten
  • Erwerb von Kommunikationskompetenzen
  • konkretisierende Selbst- und Fremdwahrnehmung (Reflexion) durch gezielte heilpädagogische Entwicklungsbegleitung
  • Abbau oder zumindest Verringerung von Lernstörungen
  • gezielter Umgang mit Bildungsangeboten (Wissensmanagement),
  • Erwerb altersangemessener Fähigkeiten zur eigenverantwortlichen Freizeitgestaltung
  • Erweiterung sozialer Kompetenzen
  • Unterstützung bei der Identitätsfindung
  • respektvoller und behutsamer Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt
7.    Fachliche Ausrichtung der Leistung und angewandte Methodik

kurze Beschreibung der fachlichen Ausrichtung

  • Sozialpädagogik
  • heilpädagogische Ausrichtung
  • Ressourcen- und Bindungsorientierung
  • Therapeutisches Milieu (nach Bettelheim)

Benennung der in der Hauptsache angewandten Methoden in Bezug zur Zielgruppe
Bindungsorientierung im therapeutischen Milieu
Die IPL legato bietet Kindern und Jugendlichen einen stabilen und sicheren Lebensort, die aufgrund der familiären Umstände nicht im elterlichen Haushalt verbleiben können, und/oder aufgrund einer schweren Bindungsstörung und/oder traumatischer Erfahrungen mit einer Unterbringung in einer Pflegefamilie, Erziehungsstelle oder einer Wohngruppe überfordert sind. Diese Kinder und Jugendlichen haben bereits häufig schon mehrfach Beziehungsabbrüche hinter sich und können deutlich vom strukturellen Rahmen einer Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft profitieren.

Die Kinder und Jugendlichen erfahren durch das familienanaloge Leben im Haus legato konstante, tragende Beziehungsangebote, die professionell und schonend aufgebaut, ständig überprüft und angepasst werden. Hauptbezugsperson ist stets die Hausleiterin, unterstützt und entlastet durch eine weitere pädagogische Fachkraft sowie durch den im Haus lebenden Ehemann (Sozialpädagoge; Traumapädagoge). Seine Präsenz trägt zu einem ausgeglichenen Geschlechterrollenbild bei, zum anderen bringt seine außerhalb der Einrichtung liegende Hauptarbeitsstelle eine gesunde soziale Struktur in den Alltag. So erfahren die Kinder und Jugendlichen familiäre Normalität, z.B. dass das allmorgendliche Aufstehen und Aus-dem-Haus-zur-Arbeit-gehen üblich und sinnvoll ist. Ebenso erleben sie am direkten Vorbild, dass das Einbringen in den Haushalt, Übernahme von Verantwortung, die Teilnahme am sozialen Geschehen, wie auch das gegenseitige Unterstützen innerhalb der Lebensgemeinschaft gleichermaßen für alle Erwachsenen der IPL selbstverständlich ist.

Der zentrale Grundgedanke des sozialpädagogischen, bindungsorientierten Arbeitens ist der nach individuellem Bedarf behutsam geleitete Bindungsaufbau zum Kind oder Jugendlichen durch sehr niedrigschwellige Beziehungsangebote. Anfänglich erfolgen diese Angebote bewusst über bedingungslose Annahme, Versorgung und Zuwendung, für einen individuell an den Bedürfnissen des Kindes orientierten Zeitraum.

Durch ein evaluiert entwickeltes Handlungskonzept zur Bindungsentwicklung, das individuell auf das einzelne Kind angepasst wird, kann so über einen angemessenen Zeitraum auch stark verunsicherten Kindern und Jugendlichen eine Korrektur negativer oder desorganisierter Bindungsmuster ermöglicht werden. Dazu erfahren die Kinder in schützenden und milieutherapeutisch ausgerichteten Räumen und Strukturen und das von ihnen notwendige Maß an Geborgenheit, Zuwendung und Zuverlässigkeit.

Nach der Phase der Bindungsentwicklung finden die Kinder in ihrem individuellen Tempo zu einem angemessenen Explorationsverhalten. Diese entwicklungspsychologisch bedeutsame Erfahrungen erleichtern (bzw. ermöglichen auch erst) ein Nachreifen und Aufarbeiten von weiteren Defiziten in unterschiedlichsten Bereichen.

Traumapädagogische Ausrichtung
Häufig erleben Kinder, deren bisherige Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verlaufen ist, Beeinträchtigungen im körperlichen, psychischen, sozialen und geistigen Bereich, die ihre Persönlichkeitsentwicklung erschweren bzw. behindern können. Kinder erfahren zum Teil monotraumatische oder sequentielle Traumatisierungen, die dem Helfersystem oftmals nicht einmal bekannt werden. Daher unterstützen wir ab dem Moment der Aufnahme durch eine regelmäßig zu reflektierende traumapädagogische Haltung. Wir nutzen die vielfältigen und fundierten Methoden der Traumapädagogik, unterscheiden dabei zwischen Übungen zu wesentlichen Etappen der Stabilisierungsarbeit, wie

  • Reorientierungsübungen
  • Normalisierungsintervention
  • Körper und Geist im Hier und Jetzt
  • Erweiterung des Ressourcenbereichs.

Diese Übungen bilden wesentliche Etappen in der pädagogischen Stabilisierungsarbeit.

Nach ausreichender Stabilisierungsarbeit kann dann mit Übungen weitergearbeitet werden, durch die das Kind / der Jugendliche eigene Gefühle und die Vergangenheit im Abstand betrachten und eigene Standpunkte neu bestimmen würde.
Die traumapädagogische Arbeit der IPL schafft u.a. eine Grundlage für eine evtl. begleitende externe psychologische Psycho-/Traumatherapie.

Weitere methodische Grundlagen

  • Unterstützung des Kindes bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Vorgabe von klaren und sozial relevanten Strukturen und Rahmenbedingungen
  • Vermittlung von Geborgenheit und Sicherheit durch emotionale Zuwendung und konstruktive Auseinandersetzung
  • Sicherheit und Zuverlässigkeit durch rhythmische Tages-, Wochen- und Jahresabläufe (Rituale, Feste etc.)
  • Hilfe bei der Bewältigung kritischer Lebensereignisse
  • Biografiearbeit durch Aufgreifen relevanter Themen in Einzel- und Gruppenarbeit
  • individuelle Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie durch Telefonate, Schriftwechsel und persönliche Kontakte

Aufgaben zur Erfahrungen der Selbstwirksamkeit (z.B. durch jährliche, eigenhändige Aufzucht von Obst- und Gemüsesorten)

Tierische Unterstützung bietet der sehr gutmütige, Kindern äußerst zugewandte und ruhige Hund, der durch seine Größe und sein sanftes Wesen den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Schutz vermittelt. Dazu entsteht durch ihn eine wertvolle Alternative zum u. U. angstbesetzten menschlichen Körperkontakt über Kuscheln und Streicheln.

mögliche Aktivitäten

  • Kreatives Arbeiten und Gestalten mit verschiedenen Materialien z.B. Stein, Holz, Ton,
    Metall
  • Begleitetes Werken, Schrauben und Basteln im Spielkeller oder im Garten
  • Unterschiedliche Aktivitäten, die positive Körper- und Sinneserfahrungen schaffen und somit den Ausdruck vielfältiger Gefühle, Empfindungen und Selbstwahrnehmung unterstützen (Tanzen, Toben, Schaukeln, im Garten Bauen und Matschen, Sport und Bewegungsspiele, Rodeln, Wandern, Schwimmen, ein Musikinstrument Spielen usw.)
  • Übernahme von Teilen der Verantwortung in der Tierversorgung und Pflege der im Haus lebenden Tiere (Hund, Meerschweinchen)
  • Sportangebote, Schwimmkurse, Psychomotorische Förderung etc. werden über Sportvereine angeboten
  • Therapeutisches Reiten, Abenteuerreiten (kann extern durch eine Sozialpädagogin in der Nähe angeboten werden)
8.    Grundleistungen
8.1.    Gruppenbezogene Leistungen

Aufnahmeverfahren
Wir befassen uns grundsätzlich mit jeder Anfrage und achten auf eine mögliche Passung der Kinder. Das Einverständnis und der Kooperationswille der Eltern ist erwünscht, jedoch nicht Voraussetzung.

Hilfeplanung
Die Einrichtung erstellt für das jeweilige Hilfeplangespräch nach § 36 SGB VIII einen schriftlichen Kurzbericht, aus dem Aussagen über die Entwicklung des Kindes zu entnehmen sind. In Absprache mit dem zuständigen Träger der Jugendhilfe werden alle Betroffenen zum vereinbarten Termin des Hilfeplangespräches eingeladen. Das betreffende Kind wird seinem Alter entsprechend in die Hilfeplanung einbezogen, d.h. es formuliert mit Unterstützung seine Wünsche und Bedürfnisse und soll gegebenenfalls auch persönlich am Hilfeplangespräch teilnehmen

Erziehungsplanung
Die Hausleiterin der IPL legato übernimmt die Verantwortung für die Umsetzung der im Hilfeplan genannten Ziele und dokumentiert die Entwicklung der Kinder in Bezug auf diese regelmäßig in Form von Entwicklungsberichten.

Alltagsgestaltung (Regel-Tagesablauf)
morgens
Das hauptamtliche Personal, in der Regel die Hausleiterin, begleitet das Aufstehen, die Morgentoilette sowie das Anziehen. Nach dem gemeinsamen Frühstück erfolgt der Besuch des Kindergartens bzw. der Schule. Am Vormittag werden alle anfallenden Aufgaben (z. B. Dokumentation, Verwaltung, Terminorganisation, Einkäufe, hauswirtschaftliche Tätigkeiten) erledigt.

mittags
Das Mittagessen wird vorbereitet und die Kinder aus dem Kindergarten bzw. der Schule abgeholt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen besteht die Möglichkeit einer kurzen Ruhephase für die Kinder. Im Anschluss daran steht bei den schulpflichtigen Kindern die Hausaufgabenbetreuung im Vordergrund.

nachmittags
Wenn erforderlich werden Arzt- und Therapiebesuche in den Nachmittagsstunden durchgeführt. Die Freizeitgestaltung der Kinder folgt ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen.

abends
Das Abendessen wird gemeinsam vorbereitet und findet mit allen Mitgliedern der Lebensgemeinschaft statt. Der Tag kann zusammen reflektiert, Alltagsgeschichten ausgetauscht und Pläne gemacht werden. Den restlichen Abend haben die Kinder zur freien Gestaltung (z. B. Spielen, Lesen,…).

Im Anschluss wird die Abendtoilette von den Mitarbeitern begleitet. Ein festes Zubettgeh-Ritual (Vorlesen, Kuscheleinheiten etc.) rundet den Tag ab und bietet noch einmal die Möglichkeit die 1:1-Situation für Gespräche zu nutzen.

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch spezifische Angebote im Rahmen der Grundleistung in den Bereichen
Bei der altersgemäßen Förderung der Persönlichkeitsentwicklung findet immer auch der emotionale Entwicklungsstand des Kindes / des Jugendlichen Berücksichtigung.

  • Sozialkompetenzen (u. a. Konfliktfähigkeit)
    • Kompetenzerweiterung durch Förder-, Rollen-, Gesellschafts- und Einzelspiele
    • regelmäßige Reflexionsgespräche in der Gruppe und im Einzelkontakt zur Erhöhung der Frustrationstoleranz und Kritik- und Konfliktfähigkeit, Förderung der Kontaktfähigkeit u.a.
  • Kulturtechniken
    • Besuch von kulturellen Veranstaltungen
    • Einsatz von klassischer und moderner, altersgerechter Literatur
    • Maßvoller Einsatz von medienkompetenzfördernden Unterhaltungsmedien wie gewaltfreie Filme, Computerspiele u. ä.
    • Nutzung externer örtlicher Ressourcen (z. B. Museen, Ausstellungen)
  • motorische Fähigkeiten
    • Wahrnehmungs- und Sinnesförderung durch kreative Angebote und Freizeitpädagogik (z. B. Sport, Werken, Malen, Spielen etc.)
    • Nutzung externer örtlicher Ressourcen (z. B. Spielplatz, Sport- und Freizeitangeboten, (Rad-) Wanderwege)
    • Psychomotorik
  • lebenspraktische Fähigkeiten
    • eigenverantwortliche Übernahme von angemessenen Aufgaben im Haushalt durch das Kind
  • Sonstiges
    • Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten der Kinder- und Jugendhilfe tibb und anderen externen Fachkräften

Gesundheitliche Vorsorge/medizinische Betreuung
Die Durchführung von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Ärzten und Fachärzten, in allen medizinisch relevanten Bereichen, wird durch das hauptamtliche Personal sichergestellt und begleitet.

Bildung, Art und Umfang der Unterstützung im Kontext Schule/Ausbildung
Die grundsätzliche Hausaufgabenbetreuung wird durch das hauptamtliche Personal vorgenommen. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme gezielter externer Förderungsangebote ist im Bedarfsfall als Sonderleistung zu vereinbaren.
Die Mitarbeiter der IPL legato pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen.

Art und Umfang der Familienarbeit
Der Fokus der pädagogischen Arbeit liegt primär auf dem Kind, jedoch sind bei entsprechender Bereitschaft der Eltern folgende Angebote möglich:

Einbeziehung der Eltern/Elternteile in die Maßnahme:

  1. telefonische und persönliche Gespräche über die Hilfeplangespräche hinaus: Einbeziehung der Eltern, um Konkurrenzgefühle zwischen den Mitarbeitern und ihnen zu minimieren. Aufarbeitung des biographischen Hintergrunds. Erkennen gelebter Verhaltensmuster, um positive Änderungen herbeiführen zu können, Stärkung der Erziehungsverantwortung.
  2. Aufarbeitung der Hintergründe der Fremdunterbringung (Bearbeitung von kindlichen und/oder elterlichen Belastungen etc.).
  3. Perspektivenabklärung in Zusammenarbeit mit den Eltern/einem Elternteil (um unrealistische Perspektiven bei allen Beteiligten zu vermeiden), bis hin zu einer möglichen Reintegration in die Ursprungsfamilie.
  4. Durchführung, Gestaltung und Begleitung von Besuchskontakten und Heimfahrten.

Beteiligung der jungen Menschen
Kinder sind gleichberechtigte Partner, die aktiv an den für sie entscheidenden Prozessen mitwirken sollen. Die MitarbeiterInnen der IPL legato ermöglichen durch ihre persönliche, berufsethische und pädagogische Grundhaltung den ihnen anvertrauten Kindern eine Beteiligung, die an ihrer Lebenswelt ansetzt und sich an ihrem Alltag altersentsprechend orientiert.
Die Kinder werden unter Beachtung ihrer persönlichen und altersbedingten Besonderheiten aktiv in die Hilfeplanung einbezogen; wenn möglich nehmen sie an den Hilfeplangesprächen teil, wobei ihnen die Mitarbeiter der IPL legato unterstützend zur Seite stehen und sie somit zusätzlich befähigen, ihre eigenen Anliegen und Rechte wahrzunehmen.
Die Kinder werden in adäquater Sprache ausführlich und umfassend über ihre Rechte informiert und erfahren, wie sie diese sowohl innerhalb der IPL legato (über die pädagogischen Mitarbeiter, die pädagogische Leitung, den Kinderschutzbeauftragen) als auch extern (über das Kinder- und Jugendtelefon, das Kinder- und Jugendbüro Osnabrück, Vertrauenspersonen) einfordern können.

weitere Beispiele für eigenverantwortliche Beteiligung der Kinder:

  • Gestaltung des eigenen Zimmers
  • Mitwirkung bei der Gestaltung des Hauses und des Speiseplanes
  • Mitgestaltung des Lebensumfeldes
  • Mitwirkung bei der Urlaubs- und Freizeitplanung
  • individueller Einkauf von Bekleidung

Umgang mit Krisen/ Umsetzung Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII
grundsätzlicher Umgang mit Krisen nach § 47 SGB VIII, des Weiteren:

  1. Die IPL legato verpflichtet sich
    wichtige Ereignisse und Veränderungen beim Kind, wie z. B. schwere Erkrankungen, Unfälle oder andere Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls des Kindes (insbesondere sexuelle Übergriffe oder sonstige Fälle körperlicher oder psychischer Gewaltanwendung) der pädagogischen Leitung der igel-häuser unverzüglich mitzuteilen.
    grundlegende Veränderungen und Ereignisse in der IPL legato, wie z. B. schwere Erkrankungen, persönliche Veränderungen, die sich nachhaltig auf den häuslichen Alltag und die Versorgung der Kinder auswirken, längere Abwesenheit der Hausleitung u. ä. der pädagogischen Leitung unverzüglich mitzuteilen.
  2. Der IPL legato ist bekannt, dass eine Fachkraft des Trägers Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls eines Kindes, unverzüglich der pädagogischen Leitung mitteilen muss.
  3. Die pädagogische Leitung organisiert ein Fallgespräch zur Risikoabschätzung unter Hinzuziehung des Kinderschutzbeauftragten des Trägers.
  4. Im Fallgespräch wird, wenn angezeigt, entschieden, wer in welchen Schritten und welchem Zeitraum mit dem Kind oder Jugendlichen und den Personensorge- oder Erziehungsberechtigten den wirksamen Schutz des Kindes organisiert, notwendige und geeignete Hilfen entwickelt und auf deren Inanspruchnahme hinwirkt (Schutzplan).
  5. Im Fallgespräch wird ein Termin bzw. – falls erforderlich – werden mehrere Termine zur Überprüfung der Wirksamkeit des Schutzplans vereinbart.
  6. Erweisen sich die angenommenen Hilfen als nicht ausreichend, um die Gefährdung abzuwenden, so informiert der Träger das Jugendamt hierüber und berichtet ihm über die bisher vorgenommenen Schritte.
  7. Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich aus §§ 61 – 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet.

Beendigung der Maßnahme
Rückführung
Die Planung der Rückführung erfolgt im Rahmen der Hilfeplanung. Die Kinder und Jugendlichen sowie deren Herkunftsfamilien werden bei einer, von allen Beteiligten gewünschten, Rückführung von den MitarbeiterInnen der IPL legato vorbereitet, begleitet und unterstützt.

Weitervermittlung
Die Mitarbeiter der IPL legato sowie des Trägers beteiligen sich, wenn angezeigt, an der Suche nach einer geeigneten Anschlussmaßnahme für die Kinder und Jugendlichen. Wenn möglich wird ein trägerinternes Angebot vorgehalten.

Verselbstständigung
Die Betreuung von Jugendlichen/jungen Erwachsenen ist trägerintern über das Projekt CALEO – Betreutes Wohnen in einer eigenen Wohnung über Fachleistungsstunden.

Umgang mit Abbrüchen
Erfolgt eine ungeplante Beendigung der Maßnahme, ist Offenheit und Transparenz gegenüber allen Beteiligten von größter Bedeutung. Die kritische Überprüfung bezogen auf die Ursache des Abbruches ist maßgeblich für die Suche nach einer geeigneten Anschlussmaßnahme.

Während des gesamten Prozesses erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweils zuständigen Jugendamt. Der Prozess der Beendigung wird von den Mitarbeitern der IPL legato dokumentiert und es erfolgt die Erstellung eines Abschlussberichtes.

8.2.    Gruppenübergreifende/-ergänzende Leistungen

(Angaben zum durchschnittlichen zeitlichen Umfang pro Monat)

  • pädagogische Leitung/therapeutische Leistungen 27,20 Std.
  • Verwaltungsleistungen 16 Std.
  • Hauswirtschaftsleistungen 48 Std.
  • Technischer Dienst/Hausmeister 48 Std

Beratung
Die Beratung der Gruppenmitarbeiter/-innen findet durch die pädagogische Leitung sowie durch den zentralen Fachdienst der Kinder- und Jugendhilfe tibb statt. Dabei werden insbesondere Auffälligkeiten der Kinder unter verhaltenstherapeutischen und systemischen Aspekten analysiert und pädagogische Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Zu familientherapeutischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Elternarbeit wird der Familientherapeut des Zentralen Fachdienstes hinzugezogen.

Der Zentrale Fachdienst und die FachberaterInnen nehmen bewusst die Funktion des externen Beobachters ein, der ohne in das System verwickelt zu sein, die Auswirkungen der kindlichen Störungsbilder auf das System Lebensgemeinschaft erkennen und deuten kann. Dadurch sollen Überforderungs- und Krisensituationen aufgefangen bzw. im Vorfeld vermieden werden. Die Kenntnisse der kindlichen Störungsbilder (speziell die von stark traumatisierten Kindern) stellen hierfür eine Grundlage dar, um sowohl die Belange der Kinder als auch die der Mitarbeiter miteinander verbinden zu können.

Diagnostik
Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut führt bei Bedarf allgemein gängige diagnostische Aufträge durch. Neben der allgemeinen pädagogischen Beobachtung innerhalb der Lebensgemeinschaft findet bei Bedarf in Zusammenarbeit mit den Kinder- und Jugendpsychotherapeuten eine systematische Erhebung von Materialien zum Verhalten der Kinder statt, die Grundlage für das pädagogische Handeln ist.

Therapeutische Maßnahmen
In den Fallkonferenzen werden die therapeutischen Maßnahmen geplant und koordiniert.

Krisenintervention
Die pädagogische Leitung und der Kinderschutzbeauftragte stehen in Krisensituationen jederzeit zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

8.3.    Maßnahmen und Instrumente zur Qualitätsentwicklung

(Angaben zum durchschnittlichen zeitlichen Umfang pro Monat)*

  • Qualitätsmanagement 1 Std.
  • Supervision 4 Std.
  • Dienstbesprechung 8 Std.
  • Fortbildung 2 Std.
  • Dokumentation o.A. Std.
  • Evaluation o.A. Std.

* bezogen auf das Gesamtangebot der IPL legato

Die wesentlichen Instrumente der Qualitätsentwicklung und -sicherung sind Beratung und   Coaching, die regelmäßige Supervision und Fortbildung sowie eine systematische Dokumentation der Entwicklung des Kindes. Außerdem werden im Rahmen einer zielorientierten Hilfeplanung die Prozesse laufend reflektiert und schriftlich gesichert.

Einmal in der Woche findet ein Teamgespräch aller Mitarbeiter statt, an dem in der Regel auch die pädagogische Leitung teilnimmt. Regelmäßig werden Fallgespräche mit dem therapeutischen Dienst für die intensive Reflexion des pädagogischen Handelns genutzt. Supervision und Coaching werden regelmäßig einmal im Monat genutzt. Jede Fachkraft nimmt mindestens einmal im Jahr an einer eintägigen Fortbildungsveranstaltung teil. Außerdem finden zu aktuellen Fragestellungen Fortbildungen des Netzwerkes confugium statt.

8.4.    Strukturelle Leistungsmerkmale

Personal
Für die Betreuung der Gruppe steht folgendes Personal zur Verfügung:*

  • Leitung 0,15
  • Verwaltung 0,10
  • Pädagogischer Dienst (Heil-, Sozialpädagogin/Hausleitung) 1,0
  • Pädagogischer Dienst (Erzieher/Sozialpädagogen (w/m)) 1,0
  • Pädagogischer Dienst (Erzieher/Sozialpädagogen (w/m)) 1,0
  • Therapeutischer Dienst/Co-Beratung 0,02
  • Hauswirtschaftskraft 0,3
  • Technischer Dienst/Hausmeister 0,3

Bei besonderen Störungsbildern/-ausprägungen werden im Hilfeplangespräch zusätzliche Fachleistungsstunden vereinbart, damit die Betreuungsdichte entsprechend angepasst werden kann.

* bezogen auf das Gesamtangebot der IPL legato

Als Vergütungsgrundlage dient der Haustarif. Es erfolgt eine Orientierung am TVöD. Es handelt sich bei der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft legato um eine familienanaloge Betreuungsform.

Die Gruppenkräfte arbeiten nach den Grundsätzen einer Lebensgemeinschaft. Die persönliche Haltung der MitarbeiterInnen zum Thema Partizipation wird bei Neueinstellung erörtert und als positive Grundeinstellung gefördert.

Die Gruppe ist grundsätzlich mit einer pädagogischen Kraft besetzt.

Die Betreuung der Kinder erfolgt überwiegend von der Sozialpädagogin, die gemeinsam mit ihrer Familie im Haus lebt. Die Wochenenden und Feiertage werden entsprechend des Dienstplanes mit einer Fachkraft besetzt. Die Nachtbereitschaft ist durchgängig gesichert. Urlaubs- und Krankheitstage werden gegenseitig vertreten.

 

Räumliche Gegebenheiten
RaumangebotDie IPL legato lebt in einem geräumigen Einfamilienhaus auf einem ca. 750 m² großen Grundstück und liegt in einem ruhigen, kinderfreundlichen Siedlungsgebiet im Stadtteil X. Eingebettet in Wälder, Wiesen und Felder zeichnet dieses Wohngebiet eine ländliche Atmosphäre aus und liegt dennoch keine 4 km von der Stadtmitte entfernt.

Das Haus wurde 1978 erbaut und in den letzten Jahren umgehend saniert und renoviert. Es wurden in den letzten 2 Jahren Maßnahmen zu Energieeinsparung durchgeführt (u. a. ein neuer Brennwertkessel und ein wasserführender Kaminofen). Das Haus verfügt über ca. 210 m² Wohnfläche, und ca. 80 m² Nutzfläche.

Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiger offener Wohn-, Spiel- und Essbereich mit Übergang in die Küche mit Vorratsraum. An den offenen Wohnraum schließt das Arbeits- und Nachtbereitschaftszimmer an. Im geräumigen Eingangsbereich befinden sich die Garderobe und ein Gäste-WC. Von hieraus gelangt man in das obere Stockwerk. Hier befinden sich neben dem Schlafraum mit Badezimmer der Hausleiterin auf verschiedenen Ebenen und gemütlich verwinkelt die 4 hellen Kinderzimmer (ca. 12 – 20 m²) und ein Kinderbad. Die Kinder teilen sich dieses Badezimmer (Renovierung im März 2013). Es wird nach traumapädagogischen Gesichtspunkten gestaltet (z. B. Lichttherapie) und soll neben der täglichen Körperpflege auch einen Ort der Entspannung bieten. Ein weiteres 2012 renoviertes Badezimmer befindet sich im Treppenbereich zum Spiel- und Waschkeller.

Im Keller befinden sich neben Wasch-, Anschluss- und Heizungsraum und einem Bereich für eine zweite Garderobe auch ein großer Spiel- und Bastelraum (40 m²) mit einer Tischtennisplatte, sowie eine kleine Werkstatt und ein Lagerraum. Das gesamte Haus bietet reichlich Rückzugs- und Spielmöglichkeiten und bleibt dabei trotzdem überschaubar.

Der Garten ist mit einem Holzzaun eingefasst und ist über den Wohnraum bzw. die Terrasse, wie auch von der Vorderseite des Hauses zu betreten. Er bietet einen große Rasenfläche zum Spielen und Toben, einen Gartenteil zum Gemüseanbau, einen „Baustellenbereich“ für die jüngeren (und oft auch für die älteren) Kinder, einen Kleintierstall mit Außengehege (ganzjährig), eine Sitzecke an einem kleinen Gartenteich und ein großes Trampolin.
Durch die Verkehrsberuhigung im gesamten Siedlungsgebiet kann auch der Hof und die Straße zum Spielen und Bewegen (Fahrrad, Roller, Inline-Skates, Straßenmalkreide…) genutzt werden.

Eigentum/Miete/Pacht
Das Gebäude, dessen Sanierung und Modernisierung im Jahr 2012 vorgenommen wurde, befindet sich im Eigentum der Hausleitung. Die Anmietung erfolgt durch den Träger.

Art der Versorgung
Die hauswirtschaftliche Versorgung der Lebensgemeinschaft ist vollkommen eigenständig. Die pädagogischen MitarbeiterInnen werden durch eine Hauswirtschaftskraft und einen Hausmeisterdienst unterstützt.

Fuhrpark
Der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft legato steht ein Dienstwagen zur Verfügung.
Außerdem besteht eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Sonstiges
Der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft legato steht ein internetfähiger PC sowie Drucker/Faxgerät zur Verfügung.

8.5.    Sonderaufwendungen im Einzelfall

Folgende Sonderaufwendungen im Einzelfall werden nach dem Individualprinzip erbracht:

  • Taschengeld
  • Familienheimfahrten
  • Erstausstattung Bekleidung

Des Weiteren verweisen wir auf den Rahmenvertrag nach § 78 SGB VIII des Landes Niedersachsen.

II. Individuelle Sonderleistungen
Darstellung der von der Einrichtung angebotenen individuellen Sonderleistungen in Abgrenzung zu den Grundleistungen

Folgende individuelle Sonderleistungen können nach Bedarf zeitnah organisiert werden:
Diagnostik
Bei speziellen Fragestellungen, z. B. genaue Untersuchung von Teilleistungsschwächen mit Ableitung einer differenzierten Therapie oder schweren neurotischen Störungen kann der app. Kinder- und Jugendpsychotherapeut oder können externe klinische Psychologen hinzugezogen werden.

Therapeutische Leistungen
Therapeutische Einzelförderungen werden von externen Fachleuten oder durch den app. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten durchgeführt.

Der Einsatz von individuellen Sonderleistungen muss im Hilfeplangespräch erörtert worden sein und sollte vom zuständigen Träger der Jugendhilfe, den Personensorgeberechtigten sowie der Einrichtung gleichermaßen befürwortet werden.

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